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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Wiedereingliederung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess - so genanntes "Hamburger Modell"

Die nachfolgenden Ausführungen gelten für Angestellte, Arbeiter und Arbeiterinnen. Auf abweichende Regelungen für einzelne Beschäftigungsgruppen wird gesondert hingewiesen. Ausführungen bezüglich studentischer Hilfskräfte sind (auch) unter dem Stichwort "Studentische Hilfskräfte" abrufbar.

  1. Stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Arbeitsunfähigkeit
  2. Voraussetzungen für die stufenweise Wiedereingliederung
  3. Verfahren und Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung
  4. Kontaktmöglichkeiten

1. Stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Arbeitsunfähigkeit

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum erkrankt sind, gibt es die Möglichkeit der stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess, um Ihnen den Übergang in das Berufsleben zu erleichtern.

Die stufenweise Wiedereingliederung ist eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation. Der Träger ist deshalb die Krankenkasse. Ziel ist es, arbeitsunfähige Beschäftigte nach längerer schwerer Krankheit schrittweise an die volle Arbeitsbelastung heran zu führen, um so den Übergang zur vollen Berufstätigkeit zu erleichtern:

"Können arbeitsunfähige Versicherte nach ärztlicher Feststellung ihre bisherige Tätigkeit teilweise verrichten und können sie durch eine stufenweise Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit voraussichtlich besser wieder in das Erwerbsleben eingegliedert werden, sollte der Arzt auf der Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit Art und Umfang der möglichen Tätigkeiten angeben und dabei in geeigneten Fällen die Stellungnahme des Betriebsarztes oder mit Zustimmung der Krankenkasse die Stellungnahme des Medizinischen Dienstes (§ 275 SGB V) einholen." (§ 74 SGB V). Bei Beamten und Beamtinnen tritt an die Stelle des Medizinischen Dienstes der Amtsarzt.

2. Voraussetzung für die stufenweise Wiedereingliederung

  • Es besteht noch Krankengeldanspruch (Blockfrist).
  • Der Beschäftige ist mit der Maßnahme einverstanden.
  • Der behandelnde Arzt stellt einen Wiedereingliederungsplan auf.
  • Die HU erklärt sich mit der Maßnahme einverstanden.
  • Der Beschäftigte wird am bisherigen Arbeitsplatz eingesetzt.
  • Es besteht während der Maßnahme kein Lohn- bzw. Vergütungsanspruch.

3. Verfahren und Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung

  • Die stufenweise Wiedereingliederung kann jeder der Beteiligten anregen (Rehabilitand, HU, Arzt bzw. Krankenhaus, Krankenkasse).
  • Der daraufhin vom Arzt aufgestellte Wiedereingliederungsplan ist über den Beschäftigungsbereich in der Personalstelle einzureichen.
  • Wenn sich die HU mit dem Wiedereingliederungsplan einverstanden erklärt, wird mit Angestellten, Arbeitern und Arbeiterinnen vor Aufnahme der Tätigkeit ein Vertrag über die stufenweise Wiedereingliederung geschlossen.
  • Der Beschäftigte ist während der Maßnahme weiterhin arbeitsunfähig.
  • Die Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung ist abhängig von den individuellen gesundheitlichen Anforderungen des Beschäftigten. In der Regel dauert sie sechs Wochen bis sechs Monate. "In der Regel" heißt aber auch, dass Ausnahmen möglich sind.
  • Jede Partei kann die stufenweise Wiedereingliederung durch Erklärung gegenüber der anderen Partei sofort beenden.

4. Kontaktmöglichkeiten

Weitere Auskünfte bezüglich der stufenweisen Wiedereingliederung erteilt Ihre zuständige Personalstelle

 


bzw. Ihre Verwaltungsleitung.

 

 

Rechtliche Grundlagen zu diesem Thema