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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren

Zur Honorarprofessorin oder zum Honorarprofessor kann nach § 116 des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) bestellt werden, wer in seinem Fach auf Grund hervorragender wissenschaftlicher oder künstlerischer Leistungen den Anforderungen entspricht, die an Professorinnen und Professoren gestellt werden. Die Bestellung setzt grundsätzlich eine mehrjährige selbständige Lehrtätigkeit an einer Hochschule voraus. Bei besonderen wissenschaftlichen oder künstlerischen Leistungen in einer mehrjährigen beruflichen Praxis kann hiervon abgesehen werden.

Mit der Bestellung ist die Berechtigung zur Führung der akademischen Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ verbunden.

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren stehen als solche in keinem Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule. Nicht bestellt werden soll, wer an der die Würde vergebenden Hochschule hauptamtlich tätig ist.

Sie haben regelmäßige Lehrveranstaltungen durchzuführen; der Umfang beträgt an der HU mindestens 2 LVS/Semester (sog. Titellehre). Diese wird nicht vergütet – das gilt grundsätzlich auch für zusätzlich erbrachte Lehre. Allerdings besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine sog. Unterrichtsgeldpauschale (UGP) zu gewähren. Zuständig hierfür ist die Fakultät.

Daneben können Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren in angemessenem Umfang auch zu den sonstigen Aufgaben von Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrern herangezogen werden (vgl. hierzu § 99 BerlHG).

Die Präsidentin oder der Präsident bestellt die Honorarprofessorin oder den Honorarprofessor auf Vorschlag der Fakultät und Beschluss des Akademischen Senats. Zum Verfahren ist in § 33 Abs. 1 der Verfassung der Humboldt-Universität festgelegt, dass die Beschlussfassung auf der Grundlage zweier Gutachten über das Vorliegen hervorragender wissenschaftlicher oder künstlerischer Leistungen entsprechend den Anforderungen an Professorinnen und Professoren erfolgt.

Eine Honorarprofessorin oder ein Honorarprofessor wird verabschiedet:

1.    auf eigenen Antrag,

2.    wenn sie oder er in zwei aufeinander folgenden Semestern ohne Zustimmung der Hochschule der Lehrverpflichtung nicht nachkommt,

3.    wenn bei einer Beamtin oder einem Beamten das Beamtenverhältnis nach § 24 des Beamtenstatusgesetzes (BeamtStG) enden würde,

4.    wenn sie oder er sich eines schweren Verstoßes gegen ihre oder seine Pflichten aus § 44 Abs. 1 BerlHG schuldig macht.

Nach der Verabschiedung gem. Nr. 2 bis 4 darf die Bezeichnung Professorin oder Professor nicht mehr geführt werden.

 

Vordrucke/Formulare zu diesem Thema

 

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