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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Stellenbewertung

Die nachfolgenden Ausführungen gelten für Beschäftigte und Beamtinnen und Beamte gleichermaßen. Sofern im Einzelfall abweichende Regelungen für einzelne Beschäftigtengruppen gelten, wird darauf gesondert hingewiesen.

Informationen für studentische Hilfskräfte sind unter dem Stichwort "Studentische Hilfskräfte" (s. u.) abrufbar.

 

  1. Rechtsgrundlage
  2. Allgemeines zur Bewertung von Arbeitsgebieten
  3. Beschreibung des Aufgabenkreises (BAK)

1. Rechtsgrundlage

Mit Wirkung vom 01.01.2012 ist die Entgeltordnung (Anlage A) zum TV-L in Kraft getreten, die vom gleichen Zeitpunkt an die Rechtsgrundlage für die Bewertung von Aufgabengebieten an der HU ist.
 

2. Allgemeines zur Bewertung von Arbeitsgebieten

Die Bewertung eines Arbeitsgebietes/Dienstpostens bildet die Grundlage für die Eingruppierung/Besoldung eines/r Mitarbeiters/-in. Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Bewertung der Arbeitsgebiete durch die Personalwirtschaftsstelle ist grundsätzlich eine vom jeweiligen Bereich zu erstellende Beschreibung des Aufgabenkreises (BAK), die erkennen lässt, welche Tätigkeiten der/die Stelleninhaber/in nach Zeitanteilen aufgeschlüsselt zu erledigen hat. Bei Beamten ist eine formlose Dienstpostenbeschreibung ausreichend.

Ursachen für eine (Neu)Bewertung des Arbeitsgebietes/Dienstpostens können u. a. sein:

  • neues/verändertes Arbeitsgebiet
  • Änderung der Geschäftsverteilung durch strukturelle Veränderungen im Einsatzbereich.

Für Aufgabengebiete von (befristeten) wissenschaftlichen Mitarbeitern/-innen wird grundsätzlich auf die Fertigung einer BAK verzichtet, da die Wahrnehmung derartiger Aufgabengebiete gemäß § 110 BerlHG regelmäßig „wissenschaftliche Dienstleistungen“ vorsieht und mindestens ein abgeschlossenes Hochschulstudium erfordert. Die Zuordnung  erfolgt zur Entgeltgruppe E 13 Teil II Abschnitt 6 (Beschäftigte in der Forschung) der Anlage A (Entgeltordnung) zum TV-L.
 

Lehrkräfte für besondere Aufgaben einschließlich Lektoren/-innen erhalten i. d. R. ihre Vergütung in Anlehnung an eine Entgeltgruppe (meist E 13), ohne dass eine Eingruppierung im tariflichen Sinn vorliegt.

 

3. Beschreibung des Aufgabenkreises (BAK)

Vor der Erstellung einer BAK (mit Anlage zu Ziff. 5 BAK) empfiehlt es sich, zunächst eine Bestandsaufnahme aller im jeweiligen Aufgabengebiet anfallenden oder künftig anfallenden Tätigkeiten zu machen sowie Kompetenzen und Befugnisse unter Beachtung der organisatorischen Eingliederung zu klären. Anschließend sollten zu jedem Ziel die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben werden (kurze schrittweise Beschreibung des Arbeitsweges bis zum Endergebnis und Erläuterung anhand typischer Beispiele). Stellen Sie sich dabei eine/n Leser/in vor, die/der das Aufgabengebiet nicht kennt (d. h. Abkürzungen sollten vermieden und unvermeidbare Fachausdrücke erläutert werden). Auf Wertungen wie bspw. selbständig, verantwortlich, schwierig oder Zitate aus der Entgeltordnung sollte verzichtet werden. Zu jedem so gebildeten Arbeitsvorgang (vgl. Protokollerklärung zu § 12 Absatz 1 TV-L) sollten dann die Fachkenntnisse (insb. konkrete Ausbildung) und Fähigkeiten angegeben werden, die zur Aufgabenwahrnehmung unbedingt erforderlich sind  (unabhängig von der persönlichen Qualifikation des/der Stelleninhabers/-in). Zu verwendende Gesetze, Verwaltungsvorschriften etc. sollten möglichst genau unter Angabe von Paragraphen, Abschnitten o. ä. benannt werden. Soweit sich Fachkenntnisse und Fähigkeiten auf mehrere Arbeitsvorgänge beziehen sollten, genügen entsprechende Hinweise. Gleichfalls sollte zu jedem Arbeitsvorgang der entsprechende prozentuale Zeitanteil bezogen auf die Gesamtarbeitszeit so genau wie möglich angegeben werden. Wenn ein Arbeitsvorgang mehrere große Tätigkeitsfelder enthält, sollten für diese „Unterblöcke“ ebenfalls Zeitanteile in Prozent angegeben werden. Die Anzahl der Arbeitsvorgänge sollte in der Regel auf max. fünf begrenzt werden. Der Aufzeichnungszeitraum für die Erstellung einer BAK (mit Anlage zu Ziff. 5 BAK) beträgt nach der Rechtsprechung in der Regel etwa sechs Monate, kann aber bei einfacheren Tätigkeiten auch geringer sein.

Die BAK eines Arbeitsgebietes (mit Anlage zu Ziff. 5 BAK) ist an das Referat Personalwirtschaft zu reichen. Die BAK (Vordrucke siehe unten)hat bei Einreichung folgende Unterschriften des antragstellenden Bereiches zu tragen:

  • Fachvorgesetzte/r, bei Drittmitteln Projektleiter/in
  • Verwaltungsleiter/in bzw. Leiter/in des Bereiches
  • Stelleninhaber/in bei besetzten Aufgabengebieten (bei vakanten Aufgabengebieten ist durch den jeweiligen Bereich sicherzustellen, dass die BAK dem/der (künftigen) Stelleninhaber/in zum Zeitpunkt der Übertragung der Aufgaben gegen entsprechende Unterschriftsleistung zur Kenntnis gegeben wird).

 

Muster-BAKs existieren für folgende Aufgabengebiete:

  • Beschäftigte bzw. Fremdsprachenassistent/innen in Lehrstuhlsekretariaten
  • Beschäftigte mit allgemeinen Sekretariats-, Verwaltungs- und Organisationsaufgaben
  • Haushaltssachbearbeiter/innen
  • wissenschaftliche Koordinator/innen.

Diese BAKs erhalten Sie im Bedarfsfall gern von den zuständigen Sachbearbeiter/innen des Referats Personalwirtschaft.

 

Weitere Auskünfte bezüglich der Bewertung von Stellen erhalten Sie in der Verwaltungs- bzw. Abteilungsleitung der jeweiligen Fakultät/des Bereiches bzw. bei der/dem zuständigen Sachbearbeiter/in im Referat Personalwirtschaft - III C.

 

Rechtliche Grundlagen zu diesem Thema

  • §§ 12 - 14 TV-L HU Eingruppierung, Eingruppierung in besonderen Fällen, Vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit
     

Vordrucke/Formulare zu diesem Thema

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Verweise