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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Zeitarbeit

Verfahren bei der Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen


1. Die Beschäftigung einer Zeitarbeitskraft ist nur im seltenen Ausnahmefall in Betracht zu ziehen, da i. d. R. die hierdurch für die HU entstehenden Kosten höher sind als wenn eine Einstellung direkt an der HU erfolgen würde und gleichzeitig die Zeitarbeitskraft geringere Bezüge erhält als bei einer Einstellung an der HU.

Die Einzelfallentscheidung, ob ein Vertrag mit einer Zeitarbeitsfirma vorbereitet werden kann, trifft III AbtL auf Antrag des jeweiligen Bereiches.

2. Der Bereich erstellt eine Leistungsbeschreibung (voraussichtliche Dauer der Tätigkeit, voraussichtlicher wöchentlicher Stundenumfang, bei Teilzeitarbeit ggf. auch die Verteilung der Arbeitszeit auf die Arbeitstage, Kurzbeschreibung des Aufgabeninhalts und der Anforderungen) und holt zu dieser Leistungsbeschreibung Angebote von 3 Zeitarbeitsfirmen ein. Die weiter erforderlichen Detailabsprachen, insbesondere zur Vorstellung geeigneter Mitarbeiter/innen, führt der jeweilige Bereich direkt mit der ausgewählten Zeitarbeitsfirma, die den Vertragsentwurf auch direkt an den Bereich sendet.

3. Nach § 14 Abs. 3 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ist vor der Übernahme eines Leiharbeitnehmers zur Arbeitsleistung der Betriebsrat des Entleiherbetriebes (an der HU der Personalrat) zu beteiligen. Dabei hat der Entleiher dem Betriebsrat auch die schriftliche Erklärung des Verleihers nach § 12 Abs. 2 AÜG (dass er die Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung besitzt) vorzulegen.
Der jeweilige Bereich sendet dazu den für Einstellungen üblichen Formantrag, auf dem handschriftlich der Sachverhalt „befristeter Einsatz einer Leiharbeitskraft“ vermerkt ist, an das Referat Personalwirtschaft.
 
Auf dem Formantrag ist die Beteiligung der zuständigen (dezentralen) Frauenbeauftragten zu dokumentieren. Beizufügen sind der konkrete vorbereitete Vertragsentwurf einschließlich der o. g. Erklärung der Entleiherfirma sowie eine formlose Begründung des Antrages.

Nach Abschluss der Personalratsbeteiligung und erfolgter Mitzeichnung durch III AbtL geht der Vertragsentwurf an den Bereich zurück. Erst danach kann die Schlusszeichnung des Vertrages mit der Zeitarbeitsfirma durch die/ den Anordnungsbefugte/n des jeweiligen Bereiches erfolgen.

4. Eine Aufnahme der Tätigkeit ist erst nach Abschluss des Vertrages zulässig. Eine Kopie des unterschriebenen Vertrages ist dem Referat Personalwirtschaft zu übermitteln.
 
5. Die Anweisung der (wöchentlichen) Beträge (erstmalig unter Beifügung einer Vertragskopie, in der Folge unter Mitteilung der ursprünglichen HÜL-Nr.) erfolgt - unter der Voraussetzung der vertragsgemäßen Leistungserbringung  - durch den jeweiligen Bereich zu Lasten des Titels 54010 (Dienstleistungen). Der jeweilige Bereich hat - ggf. durch Vorlage einer vorbereiteten Mittelumsetzungsanordnung zu Lasten eines Personaltitels - dafür Sorge zu tragen, dass die erforderlichen Beträge in diesem Titel zur Verfügung stehen und dass ggf. auch ein entsprechender dezentraler Anordnungsbefugter hierfür von der Haushaltsabteilung eingesetzt wird.

6. Sofern der oder die zunächst im Rahmen eines Zeitarbeitsvertrages an der HU Tätige anschließend in eine HU-Beschäftigung übernommen wird, sind eventuelle Mehrkosten zu berücksichtigen und vom jeweiligen Bereich zu erbringen.