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▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Entgelt

Tarifbeschäftigte

Wissenschaftliches Personal sowie Personal für Technik, Service und Verwaltung im Angestelltenverhältnis
 

1. Allgemein

2. Entgeltgruppe

3. Einstufung

4. Anrechnung von Berufserfahrung

5. Einschlägige Berufserfahrung

6. Förderliche Zeiten

7. Stufenübernahme

8. Nachweise

9. Verfahren

 

1. Allgemein

Die individuelle Entgelthöhe ergibt sich aus der Entgeltgruppe, der Ihre Tätigkeit zugeordnet ist, und der Stufe innerhalb der Entgeltgruppe, der Sie aufgrund Ihres Lebenslaufs zugeordnet werden.

 

2. Entgeltgruppe

Der TV-L kennt 15 Entgeltgruppen. Zusätzlich gibt es die Entgeltgruppen E 2Ü, E 13Ü und E 15Ü, in die jedoch nur Beschäftigte im Rahmen der Überleitung aus dem BAT/BAT-O in den TV-L HU eingruppiert wurden.

Die Eingruppierung richtet sich gem. § 12 TV-L HU nach den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltordnung zum TV-L. Die Beschäftigten sind in der Entgeltgruppe eingruppiert, deren Tätigkeitsmerkmalen ihre gesamte nicht nur vorübergehend auszuübende Tätigkeit entspricht.

Mit Ausnahme der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in die  Entgeltgruppe E 13 eingruppiert sind, liegen der Eingruppierung in der Regel sogenannte Beschreibungen des Aufgabenkreises -BAK- zugrunde. In einer BAK sind die zu erledigenden Aufgaben und die Qualifikationen, die für die Tätigkeiten erforderlich sind, abstrakt, also personenunabhängig, beschrieben. Auf dieser Grundlage erfolgt dann die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe.

Die Entgeltgruppe ist in der Ausschreibung genannt. Die Entgeltgruppe und die genaue Fundstelle in der Entgeltordnung werden Ihnen im Nachgang nach der Einstellung im Zusammenhang mit der Stufenfestsetzung mitgeteilt. Auf Anfrage informieren wir Sie darüber auch gerne vorab.

 

3. Einstufung

Jede Entgeltgruppe ist in sechs Grund- und Erfahrungsstufen untergliedert. Die Einstufung und der Stufenaufstieg sind in § 16 TV-L HU geregelt. Die Stufen 1 und 2 gelten dabei als Grundstufen. Der Aufstieg in die nächsthöhere Stufe erfolgt in der Regel nach der Dauer der Berufserfahrung. So ist nach einem Jahr ein Aufstieg in die Stufe 2 vorgesehen, nach zwei Jahren in Stufe 2 ein Aufstieg in die Stufe 3, nach drei Jahren in Stufe 3 ein Aufstieg in die Stufe 4 usw. Die Dauer der Zeiten des Aufstiegs ab Stufe 3 kann leistungsbezogen verlängert oder verkürzt werden, wovon an der HU jedoch kein Gebrauch gemacht wird.

Einige Entgelt- und Fallgruppen der Entgeltordnung sehen abweichende Stufenzahlen und ggf. auch abweichende Stufenlaufzeiten vor. Das gilt insbesondere für die Entgeltgruppe 9. Darüber, ob das für Sie zutrifft, erteilt die Personalstelle auf Anfrage gerne Auskunft.  

Bei der Einstellung werden die Beschäftigten in der Regel der Stufe 1 zugeordnet, wenn keine der in den folgenden Ziffern beschriebenen Gründe zu einem anderen Ergebnis führt.

 

4. Anrechnung von Berufserfahrung

Verfügen Beschäftigte über eine einschlägige Berufserfahrung aus einem oder mehreren Arbeits- oder Dienstverhältnissen, erfolgt die Festsetzung der Erfahrungsstufe auf Basis dieser Zeiten.

Dabei werden diese Zeiten jedoch nur berücksichtigt, wenn zwischen ihnen nicht eine Unterbrechung von jeweils mehr als 30 Monaten Dauer liegt. Schädliche Unterbrechungszeiträume in diesem Sinne können entstehen durch Zeiten der Nichtbeschäftigung, Beschäftigung mit nicht einschlägigen Tätigkeiten oder in der Selbstständigkeit.

 

5. Einschlägige Berufserfahrung

Einschlägige Berufserfahrung ist eine berufliche Erfahrung in der übertragenen oder in einer auf die Aufgabe bezogen entsprechenden Tätigkeit.

Einschlägigkeit ist daher gegeben, wenn die andere berufliche Tätigkeit inhaltlich vergleichbar ist und mindestens dem gleichen Schwierigkeitsniveau wie die Tätigkeit an der HU entsprach.

Das bedeutet umgekehrt, dass eine inhaltlich ähnliche, aber entgeltmäßig niedrigerwertige Vorerfahrung nicht angerechnet werden kann.

 

Beispiele:

Einschlägige Berufserfahrung ist danach gegeben:

  • Eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität oder außeruniversitärer Forschungseinrichtung in einem Drittmittelprojekt ist einschlägig für eine derartige Beschäftigung auf einer Qualifizierungsstelle.
  • Eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter ist wegen des höheren Anteils wissenschaftlicher Dienstleistungen einschlägig für eine Tätigkeit als Lehrkraft für besondere Aufgaben oder als Lektorin oder als Lektor.
  • Eine Tätigkeit als Technische Assistentin (Gaschromatographie) in EGr. 8 ist einschlägig für eine Tätigkeit als Technische Assistentin (Gensequenzanalyse) in EGr. 8.
  • Eine Tätigkeit als Verwaltungsangestellte (Haushaltsabteilung) in EGr. 9 ist einschlägig für eine Tätigkeit als Verwaltungsangestellte (Personalsachbearbeitung) der EGr. 9.
  • Bei Tätigkeiten als wissenschaftliche Hilfskraft ist die Einschlägigkeit anhand eines qualifizierten Zeugnisses zu prüfen.

 

Keine einschlägige Berufserfahrung liegt in folgenden Fällen vor:

  • Eine Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin EGr. 5 (eine Fremdsprache) ist nicht einschlägig für eine Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin EGr. 7 (zwei Fremdsprachen).
  • Ein Promotions-, Forschungs- oder Habilitationsstipendium ist keine Berufstätigkeit und somit nicht als einschlägige Berufserfahrung berücksichtigungsfähig, kann aber ggf. als förderliche Zeit anerkannt werden (siehe unten).
  • Tätigkeiten als wissenschaftliches Personal und eine Beschäftigung in der Verwaltung sind auch bei gleicher Entgeltgruppe wegen der unterschiedlichen inhaltlichen Prägung in der Regel nicht gegenseitig als einschlägige Berufserfahrung anzuerkennen.
  • Bei der Stufenfestsetzung bei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder wissenschaftlichen Mitarbeitern können Zeiten als studentische Hilfskraft nicht als einschlägige Tätigkeit anerkannt werden.

 

6. Förderliche Zeiten

Unabhängig von der Berücksichtigung einschlägiger Zeiten kann der Arbeitgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen beruflichen Tätigkeit ganz oder teilweise für die Stufenfestsetzung berücksichtigen, wenn die Tätigkeit für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist.

Von dieser Regelung wird an der HU derzeit grundsätzlich kein Gebrauch gemacht.

Ausnahmeregelung im Bereich des Wissenschaftlichen Personals finden Sie hier.


7. Stufenübernahme

Erfolgt die Einstellung im unmittelbaren (unterbrechungslosen) Anschluss an ein anderes Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst, kann die zuletzt ereichte Erfahrungsstufe und ggf. auch die Stufenlaufzeiten von der HU übernommen werden, sofern die andere Tätigkeit mindestens derselben Entgeltgruppe zugeordnet war und dies für Sie günstiger ist. Die Vorlage eines entsprechenden Nachweises, zum Beispiel der letzten Entgeltabrechnung, ist erforderlich.

 

8. Nachweise

Sollen Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenfestsetzung berücksichtigt werden, müssen entsprechende Nachweise vorgelegt werden.

Aus den Nachweisen müssen Art und Inhalt der Tätigkeit, Dauer und im öffentlichen Dienst auch die Eingruppierung hervorgehen.

Üblicherweise sind Zeugnisse vorzulegen, bei Zeiten im öffentlichen Dienst zusätzlich Eingruppierungsnachweise. Bei Zeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder  wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer deutschen Hochschule genügen auch die Kopien der Arbeitsverträge.

Ausländische Nachweise in englischer Sprache brauchen in der Regel nicht übersetzt zu werden. Bei Nachweisen in anderen Sprachen werden wir ggf. um die Vorlage von Übersetzungen durch ein anerkanntes Übersetzungsbüro bitten müssen.

 

9. Verfahren

Da in der Regel die zügige Einstellung im Vordergrund steht, erfolgt die Festsetzung der Erfahrungsstufe in der überwiegenden Zahl der Fälle erst nach Vertragsschluss. Grundlage für die Stufenfestsetzung bilden dabei Ihre Angaben im Beiblatt zum Personalfragebogen, das Sie im Rahmen der Einstellung von der Personalstelle erhalten.

Die Beschäftigungsbereiche sind nicht befugt, Zusagen hinsichtlich der Entgelthöhe oder der Stufenzuordnung zu machen.

Sofern Sie darauf Wert legen sind wir natürlich bereit, die Stufenfestsetzung auch vor Vertragsbeginn vorzunehmen. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass uns alle entscheidungserheblichen Nachweise vorliegen. Das Einstellungsverfahren und damit auch der Einstellungstermin können sich dadurch erheblich verzögern. Sie müssen mit einer Bearbeitungsdauer von bis zu drei Wochen rechnen, in den Hochzeiten zu Beginn des Semesters oder zum Jahresende auch länger.

 

Rechtliche Grundlagen zu diesem Thema

Rundschreiben/Informationen zu diesem Thema

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