Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

Arbeitsunfähigkeit

Die nachfolgenden Ausführungen gelten für alle Tarifbeschäftigten. Sofern im Einzelfall abweichende Regelungen für einzelne Beschäftigungsgruppen gelten, erwähnen wir das gesondert. Ausführungen bezüglich studentischer Hilfskräfte sind (auch) unter dem Stichwort Studentische Hilfskräfte abrufbar. Ausführungen bezüglich Beamter und Beamtinnen sind unter dem Stichwort Dienstunfähigkeit von Beamten abrufbar.

  1. Mitteilungs- und Nachweispflichten
  2. Entgelt während der Arbeitsunfähigkeit
  3. Arbeitsunfähigkeit während des Erholungsurlaubs
  4. Durch Dritte verursachte Arbeitsunfähigkeit
  5. Längere Arbeitsunfähigkeit
  6. Kontaktmöglichkeiten

1.Mitteilungs- und Nachweispflichten

Eine Meldung wegen Erkrankung oder Unfall sowie deren voraussichtliche Dauer muss unverzüglich (spätestens zu Beginn der Kernzeit bzw. vor Beginn der vereinbarten Arbeitszeit) bei Ihrem unmittelbaren Vorgesetzten erfolgen. Dies sollte regelmäßig persönlich oder telefonisch geschehen. Aufgrund der Dezentralisierung erfolgt die Krankmeldung nicht in der Abteilung für Personal und Personalentwicklung.

Bei wem im Einzelfall die Meldung zu erfolgen hat, ist in den Einrichtungen gegebenenfalls abweichend geregelt. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten nach der für Sie geltenden Regelung.

Die Erfassung und Weiterleitung der Meldung der Arbeitsunfähigkeit an das Referat Gehaltsstelle erfolgt durch die/den dezentral Verantwortliche/Verantwortlichen unter Verwendung des Formblattes Krankmeldung.

Eine durch das Verschulden eines Dritten (z. B. Unfall) bestehende Arbeitsunfähigkeit ist Ihrer Personalstelle unverzüglich mitzuteilen, damit eventuelle Schadensersatzansprüche rechtzeitig geltend gemacht werden können. Das gilt auch bei Freizeitunfällen.

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, sind Sie zusätzlich verpflichtet, spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer Ihrer Dienststelle vorzulegen. Zu beachten ist, dass durch die Bezugnahme "Kalendertage" auch Samstage und Sonntage als Krankheitstage zählen.

Der Arbeitgeber ist berechtigt, in Einzelfällen die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen.

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, müssen Sie unverzüglich eine neue ärztliche Bescheinigung vorlegen.

Auch nach Ablauf der Entgeltfortzahlungsfristen (6 Wochen) ist die weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit durch eine ärztliche Bescheinigung bzw. Bescheinigung der Krankenkasse zu belegen.

Die Wiederaufnahme der Arbeit ist durch den dezentral Verantwortlichen unter Verwendung des Formblattes Gesundmeldung mitzuteilen.

2.Entgelt während der Arbeitsunfähigkeit


Der Entgeltanspruch bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit gegen den Arbeitgeber ist im Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall geregelt (Entgeltfortzahlungsgesetz).

Bis zur Dauer von 6 Wochen erhalten Sie Entgelt in Höhe des Tabellenentgelts sowie die sonstigen in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile (§ 21 TV-L HU, § 13 TVA-L BBiG)). Auf die Beschäftigungsdauer kommt es dabei nicht an. Danach wird abhängig von der Beschäftigungszeit bis längstens zur 13. bzw. 39. Woche seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit ein Zuschuss zum Krankengeld der Krankenkasse gezahlt, und zwar bis zum Netto-Entgelt. Anspruchsvoraussetzung ist stets, dass Sie sich die Arbeitsunfähigkeit nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig zugezogen haben. Beschäftigten mit einer Beschäftigungszeit unter einem Jahr und Auszubildenden steht noch kein Krankengeldzuschuss zu.

Man unterscheidet wiederholte Erkrankungen und Fortsetzungserkrankungen (§ 3 EFZG). Eine wiederholte Erkrankung liegt vor, wenn es sich um eine medizinisch völlig neue Erkrankung handelt, auch wenn sie eventuell dieselben Organe betrifft. Bei wiederholter Erkrankung entsteht der Anspruch jeweils für die Dauer von 6 Wochen neu.

Eine Fortsetzungserkrankung liegt vor, wenn Krankheiten auf demselben Grundleiden beruhen. Für den Fall der Fortsetzungserkrankung entsteht der Anspruch jeweils für die Dauer von 6 Wochen, wenn der Arbeitnehmer zwischendurch mindestens 6 Monate arbeitsfähig war. Andernfalls besteht der Anspruch nur für die Dauer von insgesamt 6 Wochen.

Bei Fragen bezüglich des Entgeltes während der Arbeitsunfähigkeit sprechen Sie bitte Ihre Bearbeiterin/Ihren Bearbeiter in der Gehaltsstelle an.


3.Arbeitsunfähigkeit während des Erholungsurlaubs

Krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit während des Erholungsurlaubs wird bei Vorliegen einer ärztlichen Bescheinigung nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet, sofern die Erkrankung unverzüglich angezeigt wird. Sie dürfen den laufenden Urlaub nicht ohne vorherige Genehmigung der HU um diese Tage verlängern.

4.Durch Dritte verursachte Arbeitsunfähigkeit

Nach § 6 EFZG geht der Anspruch des Beschäftigten, der auf Grund gesetzlicher Vorschriften von einem Dritten Schadensersatz wegen des mit der Arbeitsunfähigkeit verbundenen Verdienstausfalls verlangen kann, auf den Arbeitgeber über, wenn dieser das Arbeitsentgelt fortzahlt.

 

5.Längere Arbeitsunfähigkeit

An dieser Stelle möchten wir Sie noch einmal darauf hinweisen, dass die Pflicht zur Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung bzw. Bescheinigung der Krankenkasse über die Fortdauer einer Erkrankung auch dann noch besteht, wenn die gesetzlichen und tariflichen Entgeltfortzahlungsfristen bereits abgelaufen sind. Gleiches gilt für die Verpflichtung, sich beim unmittelbaren Vorgesetzten zu melden.

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum erkrankt sind, gibt es die Möglichkeit der stufenweisen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess - auch ‚Hamburger Modell' genannt, um Ihnen den Übergang in das Berufsleben zu erleichtern. Daneben wird Ihnen ein betriebliches Eingliederungsmanagement angeboten.

 

6.Kontaktmöglichkeiten

Weitere Auskünfte bezüglich der Arbeitsunfähigkeit erteilt neben den dezentral Zuständigen Ihre zuständige Personalstelle

Referat Personalstelle für Tarifbeschäftigte

Angelegenheiten studentischer Hilfskräfte

Referat Gehaltsstelle

bzw. Ihre Verwaltungsleitung.

Rechtliche Grundlagen zu diesem Thema
Vordrucke / Formulare zu diesem Thema
Kontakt